Samstag, 21. März 2015
Ego vs. Ich
feivel92, 20:20h
Es leben heute über sieben Milliarden Menschen auf unserem Planeten und das Ziel aller, egal ob im Westen, Osten, Norden oder Süden, ist es, den Sinn des Lebens zu ergründen und glücklich zu werden. Was „glücklich sein“ bedeutet, eine perfekte Definition dieses Terminus, ist nicht nur schwierig zu verfassen, ich denke, es ist sogar unmöglich und diesen Zustand für eine längere Zeit aufrecht zu erhalten eine Utopie.
Wenn in 300 Jahren Historiker unserer heutigen Zeit einen Namen geben wollen, werden sie möglicherweise „Zeitalter der Technologie“ oder ähnliches verwenden. Noch nie waren wir so gut und so schnell miteinander vernetzt wie heute. Jedoch beruht diese Tatsache nur auf die Technologie selbst. Der Biologe konzentriert sich nämlich lediglich auf sein Fachgebiet, der Physiker beschäftigt sich nur mit Teilchen, Wellen, Bewegung und mit dem Weltall, der Theologe mit Gott, und der Mediziner mit dem Körper des Menschen. Selbst in der Schule wird jedes Fach einzeln unterrichtet und dieses Verhaltensmuster zieht sich durch unser aller Leben. Welchen Nutzen hätten wir, wenn sich alle Bereiche wirklich miteinander vernetzen würden? Und wieso geschieht dies nicht?
Ich denke, dass hier das Ego eine wichtige Rolle spielt.
Doch was ist das „Ego“ eigentlich?
Wörtlich übersetzt bedeutet es „Ich“ (aus dem Lateinischen), jedoch wird es in unserem Sprachgebrauch anders verwendet. Häufig wird damit die Schutzschicht beschrieben, die wir um unser „Ich“ aufgebaut haben. Das „echte Ich“ braucht keinen Reichtum, muss nicht Recht haben, benötigt keine Anerkennung, will nicht immer der Beste sein. Das Ego hingegen schon. Außerdem meinen wir, dass wir glücklicher werden, wenn wir unser Ego mit diesen Dingen füttern, doch wie soll das funktionieren, wenn sich unser wahres Ich nach ganz anderen Dingen sehnt?
Es ist demnach auch keine Überraschung, dass die Religionen uns dazu ermahnen unser Ego aufzugeben. Der Buddhismus lehrt uns, dass wir es selbst zerstören sollen, in dem wir uns selbst-bewusst-werden, im Christentum soll das Ego Gott übergeben werden und wir sollen ihn an das Steuerrad unseres Lebens lassen. Über solche Themen machen wir uns aber wenig Gedanken, da es zum einen gesellschaftlich wenig akzeptiert wird und zum anderen nicht leicht ist. Wir fragen uns in unserer Freizeit hingegen lieber welche Schuhe wir noch in unserem Sortiment benötigen, wieso denkt Person X und Y dieses oder jenes über mich und wieso ist das Leben der anderen eigentlich um so vieles besser als mein eigenes (alles Dinge die das Ego, aber nicht das „echte Ich” interessiert). Natürlich gibt es unserem Glücksempfinden einen Kick wenn wir uns ein neues Auto kaufen oder wenn wir wiedereinmal merken wie beliebt wir doch sind, aber es ist niemals ein Zustand der über einen längeren Zeitraum anhält. Im Gegenteil, wir werden süchtig danach und werden zu Sklaven dieses Kicks.
Unser Ego lenkt somit unser ganzes Leben, bei jeder Entscheidung greift es unbewusst ein und manipuliert uns dahingehend sich selbst zu speisen. Deshalb ist es auch keine große Überraschung, dass wir immer mehr zu einer Ego-Gesellschaft und immer weniger zu einer Wir-Gesellschaft werden. Wir vernetzten Wissenschaften nicht richtig miteinander, da jede Wissenschaft ihre eigene! Existenzberechtigung aufrecht erhalten möchte. Würde man Medizin, Religion und Philosophie/Psychologie verknüpfen und den Mensch nicht nur als reine Materie, nur als Geist oder nur als Seele betrachten, könnten im Bereich Gesundheit vielleicht größere Fortschritte erzielt werden. Die Realität hingegen ist, dass der Mediziner immer neue Medikamente erforscht, der Geistliche sich häufig nur um die Stärkung der Religiosität bemüht und der Philosoph/Psychologe sich um den Seelenfrieden kümmert.
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass unser Leben unbewusst von einer Macht bestimmt wird, die sich nach Dingen sehnt, die unserem Wohlempfinden auf längere Sicht keinen Gefallen tun, da der Hunger dieser Macht nie gestillt wird. Nach dem ersten Auto lässt das Glücksgefühl irgendwann nach und man braucht ein zweites. Wohin das führt kann sich jeder selbst ausmalen…
Vielleicht wäre es erstrebenswerter wenn wir alle damit anfangen würden unser Ego zu entlarven und jeder es auf seine eigene Art und Weise im Zaum hält. Dies braucht natürlich Zeit und Geduld, wir sind alle nur Menschen, jedoch ist jeder kleine Schritt auch ein Fortschritt.
Wenn in 300 Jahren Historiker unserer heutigen Zeit einen Namen geben wollen, werden sie möglicherweise „Zeitalter der Technologie“ oder ähnliches verwenden. Noch nie waren wir so gut und so schnell miteinander vernetzt wie heute. Jedoch beruht diese Tatsache nur auf die Technologie selbst. Der Biologe konzentriert sich nämlich lediglich auf sein Fachgebiet, der Physiker beschäftigt sich nur mit Teilchen, Wellen, Bewegung und mit dem Weltall, der Theologe mit Gott, und der Mediziner mit dem Körper des Menschen. Selbst in der Schule wird jedes Fach einzeln unterrichtet und dieses Verhaltensmuster zieht sich durch unser aller Leben. Welchen Nutzen hätten wir, wenn sich alle Bereiche wirklich miteinander vernetzen würden? Und wieso geschieht dies nicht?
Ich denke, dass hier das Ego eine wichtige Rolle spielt.
Doch was ist das „Ego“ eigentlich?
Wörtlich übersetzt bedeutet es „Ich“ (aus dem Lateinischen), jedoch wird es in unserem Sprachgebrauch anders verwendet. Häufig wird damit die Schutzschicht beschrieben, die wir um unser „Ich“ aufgebaut haben. Das „echte Ich“ braucht keinen Reichtum, muss nicht Recht haben, benötigt keine Anerkennung, will nicht immer der Beste sein. Das Ego hingegen schon. Außerdem meinen wir, dass wir glücklicher werden, wenn wir unser Ego mit diesen Dingen füttern, doch wie soll das funktionieren, wenn sich unser wahres Ich nach ganz anderen Dingen sehnt?
Es ist demnach auch keine Überraschung, dass die Religionen uns dazu ermahnen unser Ego aufzugeben. Der Buddhismus lehrt uns, dass wir es selbst zerstören sollen, in dem wir uns selbst-bewusst-werden, im Christentum soll das Ego Gott übergeben werden und wir sollen ihn an das Steuerrad unseres Lebens lassen. Über solche Themen machen wir uns aber wenig Gedanken, da es zum einen gesellschaftlich wenig akzeptiert wird und zum anderen nicht leicht ist. Wir fragen uns in unserer Freizeit hingegen lieber welche Schuhe wir noch in unserem Sortiment benötigen, wieso denkt Person X und Y dieses oder jenes über mich und wieso ist das Leben der anderen eigentlich um so vieles besser als mein eigenes (alles Dinge die das Ego, aber nicht das „echte Ich” interessiert). Natürlich gibt es unserem Glücksempfinden einen Kick wenn wir uns ein neues Auto kaufen oder wenn wir wiedereinmal merken wie beliebt wir doch sind, aber es ist niemals ein Zustand der über einen längeren Zeitraum anhält. Im Gegenteil, wir werden süchtig danach und werden zu Sklaven dieses Kicks.
Unser Ego lenkt somit unser ganzes Leben, bei jeder Entscheidung greift es unbewusst ein und manipuliert uns dahingehend sich selbst zu speisen. Deshalb ist es auch keine große Überraschung, dass wir immer mehr zu einer Ego-Gesellschaft und immer weniger zu einer Wir-Gesellschaft werden. Wir vernetzten Wissenschaften nicht richtig miteinander, da jede Wissenschaft ihre eigene! Existenzberechtigung aufrecht erhalten möchte. Würde man Medizin, Religion und Philosophie/Psychologie verknüpfen und den Mensch nicht nur als reine Materie, nur als Geist oder nur als Seele betrachten, könnten im Bereich Gesundheit vielleicht größere Fortschritte erzielt werden. Die Realität hingegen ist, dass der Mediziner immer neue Medikamente erforscht, der Geistliche sich häufig nur um die Stärkung der Religiosität bemüht und der Philosoph/Psychologe sich um den Seelenfrieden kümmert.
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass unser Leben unbewusst von einer Macht bestimmt wird, die sich nach Dingen sehnt, die unserem Wohlempfinden auf längere Sicht keinen Gefallen tun, da der Hunger dieser Macht nie gestillt wird. Nach dem ersten Auto lässt das Glücksgefühl irgendwann nach und man braucht ein zweites. Wohin das führt kann sich jeder selbst ausmalen…
Vielleicht wäre es erstrebenswerter wenn wir alle damit anfangen würden unser Ego zu entlarven und jeder es auf seine eigene Art und Weise im Zaum hält. Dies braucht natürlich Zeit und Geduld, wir sind alle nur Menschen, jedoch ist jeder kleine Schritt auch ein Fortschritt.
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