Samstag, 21. März 2015
Glück
feivel92, 20:21h
Unsere Gesellschaft ist auf dem Prinzip aufgebaut, dass jeder die Möglichkeit besitzt glücklich zu werden. Es wird sich in Werbung, sozialen Netzwerken, Filmen, Serien, Liedern, etc. ausgiebig mit diesem Thema auseinandergesetzt und zudem suggeriert, dass es das wichtigste Ziel des Lebens sei, diesen Zustand zu erreichen.
Doch was uns verschwiegen wird, ist, dass Glück nur existiert, weil auch Unglück existiert. Wir wüssten ja gar nicht was Glück ist oder wie es sich anfühlt, wenn wir Unglück, Trauer oder Schmerz nicht kennen würden. Wir sind wie Mäuse die einem Stück Käse (immer glücklich sein) hinterherjagen, doch wenn wir uns dem Stückchen nähern, entfernt sich dieses automatisch. Das Resultat dieses Dilemmas ist, dass wir zunehmend energieloser und kranker werden, was wir aber nicht akzeptieren und immer noch mehr Energie aufwenden um das Stück zu erreichen. Wir sind also in einer abwärts führenden Spirale gefangen und versuchen dennoch immer wieder nach oben zu gelangen, indem wir uns neue Freunde oder Partner suchen, uns stetig selbst und auch andere belügen, usw. Wir suchen verzweifelt nach Dingen die uns wieder nach oben katapultieren, was meistens auch gelingt, doch stellen dann enttäuscht fest, dass wir nach kurzer Zeit noch tiefer gerutscht sind als zuvor. Wir sind sogar schon so weit, dass uns ein innerer Richter ins Ohr flüstert, dass wir schwach sind wenn es uns schlecht geht, wir Kummer haben oder verletzt wurden.
Unsere Gesellschaft und das künstlich aufpolierte Leben vieler Menschen in sozialen Netzwerken nähren diesen Richter unermüdlich, denn wir beginnen unbewusst damit uns mit diesen Menschen zu vergleichen, bemerken aber nicht, dass vieles davon meist mehr Schein als Sein ist. Deshalb birgt der Begriff „soziale“ Netzwerke eine gewisse Ironie in sich, denn es sind vielmehr a-soziale Netzwerke.
Glück oder glücklich sein ist kein dauerhafter Zustand, Leid übrigens auch nicht . Wir kennen aber dennoch alle den ein oder anderen Mensch der oft betont wie glücklich er doch sei. Ich frage mich: Ist es nicht so, dass diese Menschen ihre Augen vor den negativen Seiten, die zum Leben dazugehören, verschließen und sich in eine Art Traumwelt flüchten? Wie sieht das Innenleben dieser Personen aus? Tragen sie möglicherweise eine tiefe Leere mit sich herum, welche sie mit der Illusion des Glücks erfolglos versuchen zu füllen? Bevor wir uns mit anderen vergleichen, sollten wir auf die Dinge hören, die sie nicht sagen und versuchen die Dinge zu sehen, die für das Auge unsichtbar sind. Denn manchmal steckt hinter „schau doch mal wie glücklich ich bin“ nur ein unbewusster Hilferuf, den dieser Mensch nicht einmal selbst wahrnimmt.
Uns werden unzählige Möglichkeiten zur Verfügung gestellt um uns von negativen Gefühlen abzulenken. Und diese Möglichkeiten nutzen wir auch, ohne uns wirklich im Klaren darüber zu sein, wieso wir dies tun und was die Folgen dieser Verdrängungen sind. Erst wenn alles zusammenbricht, realisieren wir, wie viel Zeit wir mit sinnlosen Dingen verschwendet haben, nur weil wir zu schwach! waren negative Gefühle zuzulassen. Selbstverständlich ist es unangenehm solchen Gefühlen ausgesetzt zu sein, doch solange wir nicht erkennen, dass es gesünder ist sie auszuhalten, anstatt sie mit künstlich erzeugten positiven Gefühlen zu überdecken, werden wir keinen Seelenfrieden finden. Dann ist unser Leben lediglich Stillstand und kein Fortschritt der Bestand hat.
Natürlich ist es gesund Dingen nachzugehen die einem selbst gut tun. Das macht einen auch hoffentlich in diesen Momenten glücklich. Doch die Voraussetzung dafür sich „selbst“ etwas Gutes zu tun, ist, sich „selbst“ zu kennen. Nicht alles was uns für einen kurzen Augenblick glücklich zu machen scheint, tut unserer Seele gut. Wenn wir anfangen uns selbst besser kennenzulernen, diese Selbstfindung in die Mitte unseres Lebens stellen, dann erlangen wir einen Zustand der Zufriedenheit und Zufriedenheit kann, im Gegensatz zu “glücklich sein”, sehr lange anhalten. Denn Zufriedenheit steht in der Mitte zwischen Positivem und Negativem, Zufriedenheit fängt da an, wo wir den Käse, Käse sein lassen, uns selbst neu kennenlernen und unsere Lebensziele neu gestalten.
Der gerechtfertigte Wunsch, dass unsere Welt und unser Leben nur aus Freude, Glück und Erfolg besteht, bleibt letztendlich eine Illusion. Wenn man an das Christentum glaubt, dann geht dieser Wunsch nach dem Tod in Erfüllung. Aber auf dieser Welt, auf der wir ca. 70 Jahre verweilen, existieren Gegensätzen, gibt es Höhen und Tiefen und genau das macht das Leben erst interessant. Dies zu akzeptieren und lernen damit umzugehen ist deutlich schwieriger und anstrengender als sich eine Illusion aufzubauen und dieser hinterher zu jagen. Doch wir alle wollen ein „erfülltes“ Leben und zu Fülle gehören alle Seiten des Lebens.
Echtes Glück beginnt da, wo wir nicht mehr von äußeren Bedürfnissen abhängig sind, sondern uns selbst genügen.
Doch was uns verschwiegen wird, ist, dass Glück nur existiert, weil auch Unglück existiert. Wir wüssten ja gar nicht was Glück ist oder wie es sich anfühlt, wenn wir Unglück, Trauer oder Schmerz nicht kennen würden. Wir sind wie Mäuse die einem Stück Käse (immer glücklich sein) hinterherjagen, doch wenn wir uns dem Stückchen nähern, entfernt sich dieses automatisch. Das Resultat dieses Dilemmas ist, dass wir zunehmend energieloser und kranker werden, was wir aber nicht akzeptieren und immer noch mehr Energie aufwenden um das Stück zu erreichen. Wir sind also in einer abwärts führenden Spirale gefangen und versuchen dennoch immer wieder nach oben zu gelangen, indem wir uns neue Freunde oder Partner suchen, uns stetig selbst und auch andere belügen, usw. Wir suchen verzweifelt nach Dingen die uns wieder nach oben katapultieren, was meistens auch gelingt, doch stellen dann enttäuscht fest, dass wir nach kurzer Zeit noch tiefer gerutscht sind als zuvor. Wir sind sogar schon so weit, dass uns ein innerer Richter ins Ohr flüstert, dass wir schwach sind wenn es uns schlecht geht, wir Kummer haben oder verletzt wurden.
Unsere Gesellschaft und das künstlich aufpolierte Leben vieler Menschen in sozialen Netzwerken nähren diesen Richter unermüdlich, denn wir beginnen unbewusst damit uns mit diesen Menschen zu vergleichen, bemerken aber nicht, dass vieles davon meist mehr Schein als Sein ist. Deshalb birgt der Begriff „soziale“ Netzwerke eine gewisse Ironie in sich, denn es sind vielmehr a-soziale Netzwerke.
Glück oder glücklich sein ist kein dauerhafter Zustand, Leid übrigens auch nicht . Wir kennen aber dennoch alle den ein oder anderen Mensch der oft betont wie glücklich er doch sei. Ich frage mich: Ist es nicht so, dass diese Menschen ihre Augen vor den negativen Seiten, die zum Leben dazugehören, verschließen und sich in eine Art Traumwelt flüchten? Wie sieht das Innenleben dieser Personen aus? Tragen sie möglicherweise eine tiefe Leere mit sich herum, welche sie mit der Illusion des Glücks erfolglos versuchen zu füllen? Bevor wir uns mit anderen vergleichen, sollten wir auf die Dinge hören, die sie nicht sagen und versuchen die Dinge zu sehen, die für das Auge unsichtbar sind. Denn manchmal steckt hinter „schau doch mal wie glücklich ich bin“ nur ein unbewusster Hilferuf, den dieser Mensch nicht einmal selbst wahrnimmt.
Uns werden unzählige Möglichkeiten zur Verfügung gestellt um uns von negativen Gefühlen abzulenken. Und diese Möglichkeiten nutzen wir auch, ohne uns wirklich im Klaren darüber zu sein, wieso wir dies tun und was die Folgen dieser Verdrängungen sind. Erst wenn alles zusammenbricht, realisieren wir, wie viel Zeit wir mit sinnlosen Dingen verschwendet haben, nur weil wir zu schwach! waren negative Gefühle zuzulassen. Selbstverständlich ist es unangenehm solchen Gefühlen ausgesetzt zu sein, doch solange wir nicht erkennen, dass es gesünder ist sie auszuhalten, anstatt sie mit künstlich erzeugten positiven Gefühlen zu überdecken, werden wir keinen Seelenfrieden finden. Dann ist unser Leben lediglich Stillstand und kein Fortschritt der Bestand hat.
Natürlich ist es gesund Dingen nachzugehen die einem selbst gut tun. Das macht einen auch hoffentlich in diesen Momenten glücklich. Doch die Voraussetzung dafür sich „selbst“ etwas Gutes zu tun, ist, sich „selbst“ zu kennen. Nicht alles was uns für einen kurzen Augenblick glücklich zu machen scheint, tut unserer Seele gut. Wenn wir anfangen uns selbst besser kennenzulernen, diese Selbstfindung in die Mitte unseres Lebens stellen, dann erlangen wir einen Zustand der Zufriedenheit und Zufriedenheit kann, im Gegensatz zu “glücklich sein”, sehr lange anhalten. Denn Zufriedenheit steht in der Mitte zwischen Positivem und Negativem, Zufriedenheit fängt da an, wo wir den Käse, Käse sein lassen, uns selbst neu kennenlernen und unsere Lebensziele neu gestalten.
Der gerechtfertigte Wunsch, dass unsere Welt und unser Leben nur aus Freude, Glück und Erfolg besteht, bleibt letztendlich eine Illusion. Wenn man an das Christentum glaubt, dann geht dieser Wunsch nach dem Tod in Erfüllung. Aber auf dieser Welt, auf der wir ca. 70 Jahre verweilen, existieren Gegensätzen, gibt es Höhen und Tiefen und genau das macht das Leben erst interessant. Dies zu akzeptieren und lernen damit umzugehen ist deutlich schwieriger und anstrengender als sich eine Illusion aufzubauen und dieser hinterher zu jagen. Doch wir alle wollen ein „erfülltes“ Leben und zu Fülle gehören alle Seiten des Lebens.
Echtes Glück beginnt da, wo wir nicht mehr von äußeren Bedürfnissen abhängig sind, sondern uns selbst genügen.
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Ego vs. Ich
feivel92, 20:20h
Es leben heute über sieben Milliarden Menschen auf unserem Planeten und das Ziel aller, egal ob im Westen, Osten, Norden oder Süden, ist es, den Sinn des Lebens zu ergründen und glücklich zu werden. Was „glücklich sein“ bedeutet, eine perfekte Definition dieses Terminus, ist nicht nur schwierig zu verfassen, ich denke, es ist sogar unmöglich und diesen Zustand für eine längere Zeit aufrecht zu erhalten eine Utopie.
Wenn in 300 Jahren Historiker unserer heutigen Zeit einen Namen geben wollen, werden sie möglicherweise „Zeitalter der Technologie“ oder ähnliches verwenden. Noch nie waren wir so gut und so schnell miteinander vernetzt wie heute. Jedoch beruht diese Tatsache nur auf die Technologie selbst. Der Biologe konzentriert sich nämlich lediglich auf sein Fachgebiet, der Physiker beschäftigt sich nur mit Teilchen, Wellen, Bewegung und mit dem Weltall, der Theologe mit Gott, und der Mediziner mit dem Körper des Menschen. Selbst in der Schule wird jedes Fach einzeln unterrichtet und dieses Verhaltensmuster zieht sich durch unser aller Leben. Welchen Nutzen hätten wir, wenn sich alle Bereiche wirklich miteinander vernetzen würden? Und wieso geschieht dies nicht?
Ich denke, dass hier das Ego eine wichtige Rolle spielt.
Doch was ist das „Ego“ eigentlich?
Wörtlich übersetzt bedeutet es „Ich“ (aus dem Lateinischen), jedoch wird es in unserem Sprachgebrauch anders verwendet. Häufig wird damit die Schutzschicht beschrieben, die wir um unser „Ich“ aufgebaut haben. Das „echte Ich“ braucht keinen Reichtum, muss nicht Recht haben, benötigt keine Anerkennung, will nicht immer der Beste sein. Das Ego hingegen schon. Außerdem meinen wir, dass wir glücklicher werden, wenn wir unser Ego mit diesen Dingen füttern, doch wie soll das funktionieren, wenn sich unser wahres Ich nach ganz anderen Dingen sehnt?
Es ist demnach auch keine Überraschung, dass die Religionen uns dazu ermahnen unser Ego aufzugeben. Der Buddhismus lehrt uns, dass wir es selbst zerstören sollen, in dem wir uns selbst-bewusst-werden, im Christentum soll das Ego Gott übergeben werden und wir sollen ihn an das Steuerrad unseres Lebens lassen. Über solche Themen machen wir uns aber wenig Gedanken, da es zum einen gesellschaftlich wenig akzeptiert wird und zum anderen nicht leicht ist. Wir fragen uns in unserer Freizeit hingegen lieber welche Schuhe wir noch in unserem Sortiment benötigen, wieso denkt Person X und Y dieses oder jenes über mich und wieso ist das Leben der anderen eigentlich um so vieles besser als mein eigenes (alles Dinge die das Ego, aber nicht das „echte Ich” interessiert). Natürlich gibt es unserem Glücksempfinden einen Kick wenn wir uns ein neues Auto kaufen oder wenn wir wiedereinmal merken wie beliebt wir doch sind, aber es ist niemals ein Zustand der über einen längeren Zeitraum anhält. Im Gegenteil, wir werden süchtig danach und werden zu Sklaven dieses Kicks.
Unser Ego lenkt somit unser ganzes Leben, bei jeder Entscheidung greift es unbewusst ein und manipuliert uns dahingehend sich selbst zu speisen. Deshalb ist es auch keine große Überraschung, dass wir immer mehr zu einer Ego-Gesellschaft und immer weniger zu einer Wir-Gesellschaft werden. Wir vernetzten Wissenschaften nicht richtig miteinander, da jede Wissenschaft ihre eigene! Existenzberechtigung aufrecht erhalten möchte. Würde man Medizin, Religion und Philosophie/Psychologie verknüpfen und den Mensch nicht nur als reine Materie, nur als Geist oder nur als Seele betrachten, könnten im Bereich Gesundheit vielleicht größere Fortschritte erzielt werden. Die Realität hingegen ist, dass der Mediziner immer neue Medikamente erforscht, der Geistliche sich häufig nur um die Stärkung der Religiosität bemüht und der Philosoph/Psychologe sich um den Seelenfrieden kümmert.
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass unser Leben unbewusst von einer Macht bestimmt wird, die sich nach Dingen sehnt, die unserem Wohlempfinden auf längere Sicht keinen Gefallen tun, da der Hunger dieser Macht nie gestillt wird. Nach dem ersten Auto lässt das Glücksgefühl irgendwann nach und man braucht ein zweites. Wohin das führt kann sich jeder selbst ausmalen…
Vielleicht wäre es erstrebenswerter wenn wir alle damit anfangen würden unser Ego zu entlarven und jeder es auf seine eigene Art und Weise im Zaum hält. Dies braucht natürlich Zeit und Geduld, wir sind alle nur Menschen, jedoch ist jeder kleine Schritt auch ein Fortschritt.
Wenn in 300 Jahren Historiker unserer heutigen Zeit einen Namen geben wollen, werden sie möglicherweise „Zeitalter der Technologie“ oder ähnliches verwenden. Noch nie waren wir so gut und so schnell miteinander vernetzt wie heute. Jedoch beruht diese Tatsache nur auf die Technologie selbst. Der Biologe konzentriert sich nämlich lediglich auf sein Fachgebiet, der Physiker beschäftigt sich nur mit Teilchen, Wellen, Bewegung und mit dem Weltall, der Theologe mit Gott, und der Mediziner mit dem Körper des Menschen. Selbst in der Schule wird jedes Fach einzeln unterrichtet und dieses Verhaltensmuster zieht sich durch unser aller Leben. Welchen Nutzen hätten wir, wenn sich alle Bereiche wirklich miteinander vernetzen würden? Und wieso geschieht dies nicht?
Ich denke, dass hier das Ego eine wichtige Rolle spielt.
Doch was ist das „Ego“ eigentlich?
Wörtlich übersetzt bedeutet es „Ich“ (aus dem Lateinischen), jedoch wird es in unserem Sprachgebrauch anders verwendet. Häufig wird damit die Schutzschicht beschrieben, die wir um unser „Ich“ aufgebaut haben. Das „echte Ich“ braucht keinen Reichtum, muss nicht Recht haben, benötigt keine Anerkennung, will nicht immer der Beste sein. Das Ego hingegen schon. Außerdem meinen wir, dass wir glücklicher werden, wenn wir unser Ego mit diesen Dingen füttern, doch wie soll das funktionieren, wenn sich unser wahres Ich nach ganz anderen Dingen sehnt?
Es ist demnach auch keine Überraschung, dass die Religionen uns dazu ermahnen unser Ego aufzugeben. Der Buddhismus lehrt uns, dass wir es selbst zerstören sollen, in dem wir uns selbst-bewusst-werden, im Christentum soll das Ego Gott übergeben werden und wir sollen ihn an das Steuerrad unseres Lebens lassen. Über solche Themen machen wir uns aber wenig Gedanken, da es zum einen gesellschaftlich wenig akzeptiert wird und zum anderen nicht leicht ist. Wir fragen uns in unserer Freizeit hingegen lieber welche Schuhe wir noch in unserem Sortiment benötigen, wieso denkt Person X und Y dieses oder jenes über mich und wieso ist das Leben der anderen eigentlich um so vieles besser als mein eigenes (alles Dinge die das Ego, aber nicht das „echte Ich” interessiert). Natürlich gibt es unserem Glücksempfinden einen Kick wenn wir uns ein neues Auto kaufen oder wenn wir wiedereinmal merken wie beliebt wir doch sind, aber es ist niemals ein Zustand der über einen längeren Zeitraum anhält. Im Gegenteil, wir werden süchtig danach und werden zu Sklaven dieses Kicks.
Unser Ego lenkt somit unser ganzes Leben, bei jeder Entscheidung greift es unbewusst ein und manipuliert uns dahingehend sich selbst zu speisen. Deshalb ist es auch keine große Überraschung, dass wir immer mehr zu einer Ego-Gesellschaft und immer weniger zu einer Wir-Gesellschaft werden. Wir vernetzten Wissenschaften nicht richtig miteinander, da jede Wissenschaft ihre eigene! Existenzberechtigung aufrecht erhalten möchte. Würde man Medizin, Religion und Philosophie/Psychologie verknüpfen und den Mensch nicht nur als reine Materie, nur als Geist oder nur als Seele betrachten, könnten im Bereich Gesundheit vielleicht größere Fortschritte erzielt werden. Die Realität hingegen ist, dass der Mediziner immer neue Medikamente erforscht, der Geistliche sich häufig nur um die Stärkung der Religiosität bemüht und der Philosoph/Psychologe sich um den Seelenfrieden kümmert.
Zusammenfassend ist also zu sagen, dass unser Leben unbewusst von einer Macht bestimmt wird, die sich nach Dingen sehnt, die unserem Wohlempfinden auf längere Sicht keinen Gefallen tun, da der Hunger dieser Macht nie gestillt wird. Nach dem ersten Auto lässt das Glücksgefühl irgendwann nach und man braucht ein zweites. Wohin das führt kann sich jeder selbst ausmalen…
Vielleicht wäre es erstrebenswerter wenn wir alle damit anfangen würden unser Ego zu entlarven und jeder es auf seine eigene Art und Weise im Zaum hält. Dies braucht natürlich Zeit und Geduld, wir sind alle nur Menschen, jedoch ist jeder kleine Schritt auch ein Fortschritt.
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Wahrheit
feivel92, 20:16h
Dieser Blog heißt „Tell The Truth“, deshalb wird auch der erste Text davon handeln.
Was ist „Wahrheit“ überhaupt? Gibt es eine „absolute Wahrheit“? Ist das Gegenteil von Wahrheit die Lüge? Fragen über Fragen deren Antworten meist schwieriger zu finden sind als man zuerst vermutet.
Schauen wir uns einmal unsere heutige Welt an: Seitdem es die Menschheit gibt existiert auch Krieg und Zerstörung. Dies ist der brutalste und zerstörerischste Ausdruck des menschlichen Bedürfnisses seine eigene Wahrheit durchzusetzen. Auch in der Religion (egal ob Christentum, Islam, Judentum, etc), in der es doch eigentlich um Glauben anstatt um Wissen gehen sollte, bringen sich die Menschen seit jeher unter dem Denkmantel, dass eine Religion die Wahre ist und die Anderen ihr folgen müssen, um.
Jede Partei, Religion, Staatsform, Organisation, Wissenschaft, etc. verkündet ihre eigene Wahrheit (von der sie natürlich überzeugt ist) und versucht den Rest mit Hilfe von Beweisen davon zu überzeugen. Auf Parteiebene geschieht das meist diplomatisch, in anderen Bereichen aber leider häufig nicht. Zwei große Gegensätze der heutigen Zeit sind der Kapitalismus und der Kommunismus. Beide beanspruchen für sich, dass ihr Weg der richtige sei und beiden sind schon unzählige Menschen zum Opfer gefallen.
Anhand dieser negativen Beispiele ist schon deutlich zu erkennen, dass Wahrheit niemals objektiv, sondern immer subjektiv ist.
Wir Menschen werden von Erfahrungen getrieben. Erfahren wir etwas nicht selbst am eigenen Leib, verstehen wir es nicht. Ein wohlhabender und in Wohlstand aufgewachsener Mensch wird zum Beispiel niemals die Ängste und Nöte eines Armen nachempfinden können, da er sie schlichtweg niemals selbst erfahren und durchlebt hat. Ein Sehender wird niemals die Probleme eines Blinden nachempfinden können, ein Geschäftsmann nie die einer Hausfrau. Somit ist unsere eigene Wahrheit oder Meinung auch nur das Resultat unserer Erfahrungen! Und die sind selbstverständlich subjektiv. Durchschnittlich hält ein Mensch der im Westen aufgewachsen ist aufgrund seiner Umgebung und Kultur den Kapitalismus und das Christentum für gut. Ein Mensch aus dem Osten würde dem widersprechen. Wenn sie beide keine negativen Erfahrungen mit ihrer Lebensform machen, haben sie auch keinen Grund ihre Wahrheit/Meinung oder ihren Glauben zu ändern. Akzeptieren wir das und lassen dem anderen seine Meinung, seine Überzeugungen, seine Wahrheit, wie sinnlos ist dann ein Streit und Krieg? Ist Streit, egal ob auf der großen Weltbühne oder in persönlichen Beziehungen, nicht meist nur die Wechselwirkung zwischen dem Angriff auf die Wahrheit/Meinung eines anderen und die darauf folgende Verteidigung gegen diesen Angriff?
Vielleicht wäre es nützlicher wenn jeder seine Wahrheit für richtig hält, denn sie ist die Ansammlung seiner eigenen Erfahrungen und kann demnach auch nicht falsch sein. Aber gleichzeitig lässt man auch den Anderen genug Raum ihre Wahrheit für die „Absolute“ zu halten.
Wäre die Welt dann nicht schon einmal ein bisschen friedlicher als zuvor?
Auch dieser Text ist nur die Spiegelung meiner eigenen Erfahrungen und der daraus resultierenden Meinung. Vielleicht ist sie deiner ähnlich, vielleicht auch nicht. Aber weder du noch ich, sondern wir beide haben Recht.
Was ist „Wahrheit“ überhaupt? Gibt es eine „absolute Wahrheit“? Ist das Gegenteil von Wahrheit die Lüge? Fragen über Fragen deren Antworten meist schwieriger zu finden sind als man zuerst vermutet.
Schauen wir uns einmal unsere heutige Welt an: Seitdem es die Menschheit gibt existiert auch Krieg und Zerstörung. Dies ist der brutalste und zerstörerischste Ausdruck des menschlichen Bedürfnisses seine eigene Wahrheit durchzusetzen. Auch in der Religion (egal ob Christentum, Islam, Judentum, etc), in der es doch eigentlich um Glauben anstatt um Wissen gehen sollte, bringen sich die Menschen seit jeher unter dem Denkmantel, dass eine Religion die Wahre ist und die Anderen ihr folgen müssen, um.
Jede Partei, Religion, Staatsform, Organisation, Wissenschaft, etc. verkündet ihre eigene Wahrheit (von der sie natürlich überzeugt ist) und versucht den Rest mit Hilfe von Beweisen davon zu überzeugen. Auf Parteiebene geschieht das meist diplomatisch, in anderen Bereichen aber leider häufig nicht. Zwei große Gegensätze der heutigen Zeit sind der Kapitalismus und der Kommunismus. Beide beanspruchen für sich, dass ihr Weg der richtige sei und beiden sind schon unzählige Menschen zum Opfer gefallen.
Anhand dieser negativen Beispiele ist schon deutlich zu erkennen, dass Wahrheit niemals objektiv, sondern immer subjektiv ist.
Wir Menschen werden von Erfahrungen getrieben. Erfahren wir etwas nicht selbst am eigenen Leib, verstehen wir es nicht. Ein wohlhabender und in Wohlstand aufgewachsener Mensch wird zum Beispiel niemals die Ängste und Nöte eines Armen nachempfinden können, da er sie schlichtweg niemals selbst erfahren und durchlebt hat. Ein Sehender wird niemals die Probleme eines Blinden nachempfinden können, ein Geschäftsmann nie die einer Hausfrau. Somit ist unsere eigene Wahrheit oder Meinung auch nur das Resultat unserer Erfahrungen! Und die sind selbstverständlich subjektiv. Durchschnittlich hält ein Mensch der im Westen aufgewachsen ist aufgrund seiner Umgebung und Kultur den Kapitalismus und das Christentum für gut. Ein Mensch aus dem Osten würde dem widersprechen. Wenn sie beide keine negativen Erfahrungen mit ihrer Lebensform machen, haben sie auch keinen Grund ihre Wahrheit/Meinung oder ihren Glauben zu ändern. Akzeptieren wir das und lassen dem anderen seine Meinung, seine Überzeugungen, seine Wahrheit, wie sinnlos ist dann ein Streit und Krieg? Ist Streit, egal ob auf der großen Weltbühne oder in persönlichen Beziehungen, nicht meist nur die Wechselwirkung zwischen dem Angriff auf die Wahrheit/Meinung eines anderen und die darauf folgende Verteidigung gegen diesen Angriff?
Vielleicht wäre es nützlicher wenn jeder seine Wahrheit für richtig hält, denn sie ist die Ansammlung seiner eigenen Erfahrungen und kann demnach auch nicht falsch sein. Aber gleichzeitig lässt man auch den Anderen genug Raum ihre Wahrheit für die „Absolute“ zu halten.
Wäre die Welt dann nicht schon einmal ein bisschen friedlicher als zuvor?
Auch dieser Text ist nur die Spiegelung meiner eigenen Erfahrungen und der daraus resultierenden Meinung. Vielleicht ist sie deiner ähnlich, vielleicht auch nicht. Aber weder du noch ich, sondern wir beide haben Recht.
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